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Donnerstag, 19. September 2013
Stippvisite in Aachen
seinsknoten, 22:10h
Aachen mag ja eine schöne Stadt sein, auf jeden Fall aber ist sie alt. Man sieht es, wenn man sie durchwandert und bemerkt gegebenenfalls die ein oder andere Ausgrabungsstätte, die immer dann angelegt werden muß, wenn man überirdisch mal etwas Neues schaffen will. Denn unterirdisch findet man in Aachen immer etwas.
Egal wo man in Aachen ankommt, alle Wege führen zum Dom (http://www.aachendom.de/). Kommt man aus dem Norden, so läuft man über die Pontstrasse aber zunächst auf das Rathaus zu.

Das Rathaus mit dem davorgelegenen Karlsbrunnen erblickt man dann zur Gänze, wenn man auf dem Markt angelangt ist (http://www.aachen.de/DE/kultur_freizeit/kultur/dom_rathaus/rathaus/index.html).
Links am Rathaus vorbeigehend erhascht man beim Blick in die Krämergasse bereits einen Blick von "Herrjotts Fott", was das Hinterteil des Domes ist, sein Längsschiff.

Die Rückseite des Rathauses sieht dann folgendermaßen aus, oben liegen hinter den Kollonaden die Fenster des Krönungssaales:

Dreht man sich mit diesem Blick einmal um 180 Grad, so liegt im Normalfalle der Dom in beinahe vollständiger Ansicht vor einem. Leider ist er im Moment teilweise durch ein Baugerüst verdeckt - der Aachener kennt es nicht anders.

Geht man dann um den Dom herum und möchte ihn fotografieren, so bemerkt man, daß dies leider wegen der Bäume auf dem sogenannten Münsterplatz nicht gelingen kann. Aber immerhin erspäht man auf dem Weg in Richtung Domeingang den Kaiser Karl, wie er neben dem Dome steht.

Kaiser Karl hatte erstmals Europa (zwangsweise) vereint und einen Euro eingeführt, der freilich nicht so hieß. Seinem Gesichtsausdruck kann man entnehmen, daß er diese Entwicklung möglicherweise teilweise im Nachhinein bereut hat.

Der Dom selber hat neben den aussen gelegenen Kapellen 3 wesentliche Bauteile, die in verschiedenen Zeitabschnitten realisiert wurden: ne Mütz' (dat is der Turm), ne Bütt (dat ist dat Oktogon) und ene Wajong (dat is dat Schiff). Die karnevalistische Veranlagung des Aacheners ist also ohne Weiteres auf den Dom zurückzuführen.

Vom Turm erblickt man beim Hineingehen eher nichts, denn er wird schlicht unten durchschritten, um in das Oktogon zu gelangen. Dort gibt es dann allerlei zu gucken - es lohnt sich wirklich und kann auf einem Foto nicht wiedergegeben werden.

Oben in der Kuppel thronen die heiligen Männer, zwecks Betrachtung dort angebracht (heilige Frauen gab es damals bis auf Maria noch nicht).
Im Längsschiff dann erblickt man die höchsten Kirchenfenster Westeuropas, wenn ich recht orientiert bin. Das ist wirklich beeindruckend, besonders in naturam.


Bei längerem Verweilen entdeckt man viele viele Ecken, die aus der Nähe zu betrachten sich lohnt, z.B. den Karlsschrein mit Jedöns vom Karl,

den Marienschrein mit Jedöns vom Mariechen,

oder auch der Herrjott himself in Gestalt vom Jesus. Man sieht: der Aachener an sich ist gläubig und kennt die wesentlichen Dinge.

Jetzt hat man das Wichtige an Aachen eigentlich gesehen, muß allerdings noch eine der architektonischen Verirrungen der RWTH geniessen (http://de.wikipedia.org/wiki/SuperC)

oder aber zur Kenntnis nehmen, daß Pferde in Aachen allerorten zu finden sind (http://www.chioaachen.de/).

Man verlässt Aachen dann möglicherweise durch eines der beiden noch erhaltenen Stadttore, z.B. dem Ponttor, hier mit Hauptbau
und Vorbau.

Man kann sich sehr schön vorstellen, wie zwischen Vor- und Hauptbau auf dem Brückchen die Wagen abgefertigt wurden und wie je nachdem ein Zoll erhoben wurde. Uns bleibt das heute Gott sei Dank erspart: ein Besuch in Aachen ist kostenlos.
Vergelt's Gott.
Egal wo man in Aachen ankommt, alle Wege führen zum Dom (http://www.aachendom.de/). Kommt man aus dem Norden, so läuft man über die Pontstrasse aber zunächst auf das Rathaus zu.

Das Rathaus mit dem davorgelegenen Karlsbrunnen erblickt man dann zur Gänze, wenn man auf dem Markt angelangt ist (http://www.aachen.de/DE/kultur_freizeit/kultur/dom_rathaus/rathaus/index.html).
Links am Rathaus vorbeigehend erhascht man beim Blick in die Krämergasse bereits einen Blick von "Herrjotts Fott", was das Hinterteil des Domes ist, sein Längsschiff.

Die Rückseite des Rathauses sieht dann folgendermaßen aus, oben liegen hinter den Kollonaden die Fenster des Krönungssaales:

Dreht man sich mit diesem Blick einmal um 180 Grad, so liegt im Normalfalle der Dom in beinahe vollständiger Ansicht vor einem. Leider ist er im Moment teilweise durch ein Baugerüst verdeckt - der Aachener kennt es nicht anders.

Geht man dann um den Dom herum und möchte ihn fotografieren, so bemerkt man, daß dies leider wegen der Bäume auf dem sogenannten Münsterplatz nicht gelingen kann. Aber immerhin erspäht man auf dem Weg in Richtung Domeingang den Kaiser Karl, wie er neben dem Dome steht.

Kaiser Karl hatte erstmals Europa (zwangsweise) vereint und einen Euro eingeführt, der freilich nicht so hieß. Seinem Gesichtsausdruck kann man entnehmen, daß er diese Entwicklung möglicherweise teilweise im Nachhinein bereut hat.

Der Dom selber hat neben den aussen gelegenen Kapellen 3 wesentliche Bauteile, die in verschiedenen Zeitabschnitten realisiert wurden: ne Mütz' (dat is der Turm), ne Bütt (dat ist dat Oktogon) und ene Wajong (dat is dat Schiff). Die karnevalistische Veranlagung des Aacheners ist also ohne Weiteres auf den Dom zurückzuführen.

Vom Turm erblickt man beim Hineingehen eher nichts, denn er wird schlicht unten durchschritten, um in das Oktogon zu gelangen. Dort gibt es dann allerlei zu gucken - es lohnt sich wirklich und kann auf einem Foto nicht wiedergegeben werden.

Oben in der Kuppel thronen die heiligen Männer, zwecks Betrachtung dort angebracht (heilige Frauen gab es damals bis auf Maria noch nicht).
Im Längsschiff dann erblickt man die höchsten Kirchenfenster Westeuropas, wenn ich recht orientiert bin. Das ist wirklich beeindruckend, besonders in naturam.


Bei längerem Verweilen entdeckt man viele viele Ecken, die aus der Nähe zu betrachten sich lohnt, z.B. den Karlsschrein mit Jedöns vom Karl,

den Marienschrein mit Jedöns vom Mariechen,

oder auch der Herrjott himself in Gestalt vom Jesus. Man sieht: der Aachener an sich ist gläubig und kennt die wesentlichen Dinge.

Jetzt hat man das Wichtige an Aachen eigentlich gesehen, muß allerdings noch eine der architektonischen Verirrungen der RWTH geniessen (http://de.wikipedia.org/wiki/SuperC)

oder aber zur Kenntnis nehmen, daß Pferde in Aachen allerorten zu finden sind (http://www.chioaachen.de/).

Man verlässt Aachen dann möglicherweise durch eines der beiden noch erhaltenen Stadttore, z.B. dem Ponttor, hier mit Hauptbau
und Vorbau.

Man kann sich sehr schön vorstellen, wie zwischen Vor- und Hauptbau auf dem Brückchen die Wagen abgefertigt wurden und wie je nachdem ein Zoll erhoben wurde. Uns bleibt das heute Gott sei Dank erspart: ein Besuch in Aachen ist kostenlos.
Vergelt's Gott.
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